Seit dem 1. Juni 2016 gelten für alle Bürgerinnen und Bürger der EU-27/EFTA-Staaten d.h. für die EU-25/EFTA (EU-17/EFTA und die EU-8) sowie die Staatsangehörigen aus Bulgarien und Rumänien (EU-2) gilt die volle Personenfreizügigkeit. Das heisst, sie dürfen in die Schweiz einreisen, hier leben und arbeiten. Kroatische Staatsangehörige profitieren seit dem 1. Januar 2017 ebenfalls vom FZA. Für sie gelten jedoch Übergangsbestimmungen.

Überblick Personenfreizügigkeit

Die Schweiz kennt bei der Zulassung ausländischer Arbeitskräfte ein duales System. Erwerbstätige aus den EU-28/EFTA-Staaten können vom Personenfreizügigkeitsabkommen profitieren. Aus allen anderen Staaten werden in beschränktem Ausmaß lediglich Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen.
Kroatischen Staatsangehörigen gewährt die Schweiz seit dem 1. Juli 2014 separate Kontingente im Rahmen des Ausländergesetzes (AuG).

Für Bürgerinnen und Bürger der EU-17/EFTA gilt seit dem 1. Juni 2007 die volle Personen-freizügigkeit. Personen aus diesen Ländern können uneingeschränkt in der Schweiz arbeiten.

Seit dem 1. Mai 2011 gilt für die EU-8 die volle Personenfreizügigkeit. Personen aus diesen Ländern können uneingeschränkt in der Schweiz arbeiten.

Für Personen aus Bulgarien und Rumänien (EU-2) gilt ab 1. Juni 2016 die volle Personenfreizügigkeit. Die Übergangsbestimmungen, welche deren Zuwanderung bisher beschränkten, fallen weg.

EU-17/EFTA
Belgien, Griechenland, Luxembourg, Portugal, Dänemark, Irland, Malta, Schweden, Deutschland, Island, Niederlande, Spanien, Finnland, Italien, Norwegen, England, Frankreich, Liechtenstein, Österreich, Zypern

EU-8
Estland, Litauen, Republik Tschechien, Slowenien, Lettland, Polen, Slowakei, Ungarn

EU-2
Bulgarien, Rumänien

Am 01. Juli 2013 ist Kroatien der Europäischen Union (EU) beigetreten. Dieser Beitritt hat keinen Einfluss auf das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der Schweiz und der EU. Die Zulassung von Staatsangehörigen Kroatiens erfolgt weiterhin nach dem Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20). Die Schweiz gewährt kroatischen Staatsangehörigen seit 1. Juli 2014 jedoch separate Kontingente für Erwerbstätige. Diese belaufen sich auf 50 Jahresaufenthaltsbewilligungen B und 450 Kurz- aufenthaltsbewilligungen L.

Die Berechtigten des Abkommens sind die Angehörigen der Mitgliedstaaten und die Schweizer Staatsangehörigen sowie ihre Familienangehörigen und entsandte Arbeitnehmer, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit.

Als Familienangehörige gelten im Prinzip der Ehepartner, die Verwandten in absteigender Linie, die noch nicht 21 Jahre alt sind oder denen Unterhalt gewährt wird sowie die Verwandten in aufsteigender Linie, denen Unterhalt gewährt wird. Die entsandten Arbeitnehmer aus Drittstaaten müssen im Besitz eines dauerhaften Aufenthaltstitels sein, damit sie von einer Firma mit Sitz in einem Vertragsstaat in einen anderen Vertragsstaat zu Erbringung einer kurzzeitigen Dienstleistung entsandt werden können.