Die Schweiz anerkennt ausländische Diplome der universitären Medizinalberufe, wenn mit dem betreffenden Staat ein Abkommen besteht. Dies ist bei den Staaten der EU und EFTA der Fall.

Die kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen, unter denen ein Diplom aus einem Staat der EU/EFTA in der Schweiz anerkannt werden kann, sind die Folgenden:

  • Die gesuchstellende Person besitzt die Staatsangehörigkeit der Schweiz oder eines Vertragsstaates der Schweiz (EU oder EFTA, Kroatien gegenwärtig ausgeschlossen) bzw. die/der Ehepartner/in besitzt die Staatsangehörigkeit eines dieser Staaten;
  • Das vorgelegte Diplom (inklusive die allfällig notwendigen zusätzlichen Bescheinigungen) entspricht der in der EU-Richtlinie 2005/36/EG bzw. im EFTA-Übereinkommen enthaltenen Bezeichnung;
  • Das Diplom (inklusive allfällige zusätzliche Ausweise) wurde von der in der EU-Richtlinie bzw. im EFTA-Übereinkommen genannten Behörde ausgestellt.

Die universitären Medizinalberufe gehören zu denjenigen Berufen, denen traditionsgemäss die grösste Verantwortung in der Gesundheitversorgung zufällt. Entsprechend hoch ist die gesetzliche Regelungsdichte, die sich von der Aus- über die Weiterbildung bis zur Berufsausübung erstreckt.

Zu den universitären Medizinalberufen gehören die folgenden Gesundheitsberufe:
Arzt/Ärztin, Zahnarzt/Zahnärztin, Apotheker/Apothekerin, Chiropraktor/Chiropraktorin, Tierärzt/Tierärztin

Die Schweiz anerkennt ausländische Diplome der universitären Medizinalberufe, wenn mit dem betreffenden Staat ein Abkommen besteht. Dies ist bei den Staaten der EU und EFTA der Fall.

Nach dem Bundesgesetz vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (MedBG) werden ausländische Diplome nur anerkannt, wenn mit dem betreffenden Staat ein Abkommen über die gegenseitige Diplomanerkennung besteht. Solche Abkommen bestehen seit Juni 2002 mit der EU (Personenfreizügigkeitsabkommen, FZA) und mit der EFTA. Hinsichtlich Diplomanerkennung verweist das FZA auf die Richtlinien der EU. Die Anerkennung betrifft die Berufsdiplome im Hinblick auf die Zulassung zur Berufsausübung, sie bezieht sich aber nicht auf die akademischen Titel.

Es wird zwischen der direkten und indirekten Anerkennung unterschieden. Die direkte Anerkennung erfolgt, wenn das Diplom in einem Vertragsstaat erworben worden ist. Von der indirekten Anerkennung wird gesprochen, wenn ein Vertragsstaat ein Drittstaatendiplom anerkennt und diese Anerkennung von der Schweiz übernommen wird.

Die Anerkennung von Diplomen in Human-, Zahn-, Veterinärmedizin und Pharmazie erfolgt nach dem sogenannten sektoriellen Anerkennungssystem (automatische Anerkennung). Die EU-Richtlinie legt unter anderem die Minimalanforderungen an die entsprechende Ausbildung fest und führt in ihren Anhängen die zu anerkennenden Diplome namentlich auf.

Die Anerkennung der Diplome in Chiropraktik erfolgt nach dem allgemeinen Anerkennungssystem der EU-Richtlinie. Zeigt der Vergleich der Ausbildungen grössere Differenzen hinsichtlich Dauer und/oder Inhalte der Ausbildungen, dürfen Ausgleichsmassnahmen angeordnet werden. Diese können aus einer Prüfung oder aus einem Anpassungslehrgang bestehen.

Quelle: http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/13931/index.html?lang=de

Kroatien ist seit dem 01. Juli 2013 Mitglied der EU. Der Beitritt Kroatiens zur EU hat indessen keinen direkten Einfluss auf die Schweiz hinsichtlich Anerkennung der Berufsqualifikationen. Das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) muss bei jeder Erweiterung der EU angepasst werden. Eine solche Anpassung des FZA ist auch beim Beitritt Kroatiens zur EU unabdingbar, damit es für Inhaberinnen und Inhaber von Berufsqualifikationen aus Kroatien wirksam wird.

Als Folge der Volksabstimmung „Gegen Masseneinwanderung“ vom 09. Februar 2014 wird zur Zeit das Zusatzprotokoll zum FZA (Ausdehnung des Abkommens auf Kroatien) durch die Schweiz nicht ratifiziert.

Der Bundesrat hat jedoch erklärt, dass er die Anerkennung der Berufsqualifikationen aus Kroatien garantieren will, soweit dies in seiner Regelungskompetenz liegt. Die Anerkennung der ausländischen Berufsqualifikationen der universitären Medizinalberufe (Ärztinnen/Ärzte, Zahnärztinnen/Zahnärzte, Tierärztinnen/Tierärzte, Apothekerinnen/Apotheker und Chiropraktorinnen/Chiropraktoren) ist jedoch in einem Bundesgesetz (MedBG) geregelt und nur möglich, wenn mit dem betreffenden Staat ein Abkommen über die gegenseitige Anerkennung vorliegt. Eine Anpassung dieser Regelung liegt in der Kompetenz des Parlaments und ist nicht vorgesehen.

Die Anerkennung der Diplome und Weiterbildungstitel der universitären Medizinalberufe aus Kroatien ist daher momentan ausgeschlossen.

Quelle: http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/13931/index.html?lang=de

Stammt das Diplom aus einem Staat der EU/EFTA, spricht man von einer direkten Diplomanerkennung.

Die kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen, unter denen ein Diplom aus einem Staat der EU/EFTA in der Schweiz anerkannt werden kann, sind die Folgenden:
Die gesuchstellende Person besitzt die Staatsangehörigkeit der Schweiz oder eines Vertragsstaates der Schweiz (EU oder EFTA, Kroatien gegenwärtig ausgeschlossen) bzw. die/der Ehepartner/in besitzt die Staatsangehörigkeit eines dieser Staaten;

Das vorgelegte Diplom (inklusive die allfällig notwendigen zusätzlichen Bescheinigungen) entspricht der in der EU-Richtlinie 2005/36/EG bzw. im EFTA-Übereinkommen enthaltenen Bezeichnung;

Das Diplom (inklusive allfällige zusätzliche Ausweise) wurde von der in der EU-Richtlinie bzw. im EFTA-Übereinkommen genannten Behörde ausgestellt.

Quelle: http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/00406/00549/index.html?lang=de

Stammt das Diplom aus einem Staat ausserhalb der EU/EFTA, spricht man von der so genannten indirekten Anerkennung.

Anerkennt ein Vertragsstaat ein Drittstaatendiplom (Diplom erworben ausserhalb EU/EFTA), so kann die Schweiz diese Anerkennung anerkennen, wenn nachgewiesen ist, dass die gesuchstellende Person folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt, das heisst sie:

die Staatsangehörigkeit der Schweiz oder eines Vertragsstaates der Schweiz (EU oder EFTA, Kroatien gegenwärtig ausgeschlossen) besitzt, bzw. wenn die/der Ehepartner/in die Staatsangehörigkeit eines dieser Staaten besitzt; und

im Anerkennungsstaat uneingeschränkt mit denselben Rechten zur Berufsausübung berechtig ist, wie diejenigen Personen, die im Anerkennungsstaat die gesamte Ausbildung absolviert und das in der EU-Richtlinie enthaltene Diplom erworben haben. Gemäss Artikel 2 Absatz 2 der EU-Richtlinie 2005/36/EG muss die erste Anerkennung in Beachtung der Minimalanforderungen an die Ausbildung der Richtlinie erfolgt sein;

im Anerkennungsstaat und/oder in der Schweiz eine aktuelle (d.h. nicht länger als 5 Jahre zurückliegende) klinische Berufserfahrung im entsprechenden Beruf von mindestens 3 Jahren erworben hat und

über genügende Kenntnisse in einer schweizerischen Amtssprache (Niveau B2) verfügt.
Sind diese Bedingungen für die indirekte Anerkennung erfüllt, kann ein Gesuch eingereicht werden. Eine Liste der verlangten Unterlagen finden Sie unter Downloads (die Einforderung weiterer Unterlagen bleibt ausdrücklich vorbehalten).

Quelle: http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/00406/00547/index.html?lang=de

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