Gestützt auf einen Leistungsvertrag des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) erfüllt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) folgende Aufgaben: Die Anerkennung ausländischer Diplome und Ausweise in Berufen des Gesundheitswesens.

Gestützt auf Art. 754 BBV vollzieht das Schweizerische Rote Kreuz aktuell die Anerkennung folgender Diplome und Ausweise:
Per 01.03.2017 hat der Fachbereich Anerkennung des SRK seine Praxis der im EU/EFTARaum
gängigen Praxis bei der Anerkennung von ausländischen Ausbildungsabschlüssen angepasst.
Für ein Gesuch um Anerkennung wird deshalb zusätzlich ein Letter of Current Professional Status / Certificate of Good Standing verlangt.

Für jedes Gesuch wird eine obligatorische Vorprüfung durchgeführt. Diese Vorprüfung ist eine erste Beurteilung Ihrer Unterlagen, erfolgt als erster Schritt vor jedem eigentlichen Anerkennungsgesuch und ist kostenlos.

Um das personalisierte Anmeldeformular für die Vorprüfung zu bestellen, senden Sie uns bitte eine E-Mail mit folgenden Angaben wie Name, Vorname, Adresse, Nationalität, Abschlussjahr, Ausbildungsland und Ausbildungsabschluss an registry@redcross.ch.

Nach positiver Vorprüfung Ihrer Unterlagen erhalten Sie automatisch das Gesuchsformular, eine Liste der einzureichenden Unterlagen und die erste Teilrechnung für die Bearbeitungsgebühr von CHF 550.-, resp. CHF 600.- sowie das Informationsmerkblatt.

Bitte beachten Sie, dass Gesuchstellende mit harmonisierten Verfahren von Ausbildungen in Pflege und Geburtshilfe (entsprechend Anhang 5.2.2. resp. 5.5.2 der EU Richtlinie 2005/36/EG), nur eine Rechnung für die Bearbeitungsgebühr und die Registrierungsgebühr von Total CHF 680.- erhalten.

Wichtig: Bürgerinnen und Bürger aus einem EU/EFTA-Mitgliedstaat können den Nachweis über die Sprachkenntnisse im Verlauf des Anerkennungsverfahrens erbringen. Ohne entsprechenden Nachweis ist eine Anerkennung der Berufsqualifikation nicht möglich.

Bürgerinnen und Bürger eines Drittstaates müssen den Sprachnachweis (Niveau B2) noch vor dem eigentlichen Anerkennungsverfahren, auf Stufe Vorprüfung, erbringen. Ohne entsprechenden Nachweis kann im Anschluss an die Vorprüfung kein Anerkennungsgesuch gestellt werden.

Sie organisieren die notwendigen Unterlagen, Beglaubigungen und Übersetzungen Ihres Ausbildungsabschlusses, bezahlen die erste Teilrechnung resp. Rechnung und senden uns alle Unterlagen zu. Ab diesem Zeitpunkt wird Ihr Dossier 2 Jahre offengehalten.

Bitte beachten Sie, dass unvollständige und nicht korrekte Unterlagen das Anerkennungsverfahren merklich verlängern können. Fehlende Unterlagen werden von uns nachverlangt.

Nach erfolgter Vorprüfung (siehe «der erste Schritt zur Anerkennung») und Beurteilung Ihrer Anfrage im offiziellen Anerkennungsverfahren erhalten Sie den Entscheid des SRK. Falls keine direkte Anerkennung erfolgt, haben Sie die Möglichkeit berufliche Qualifikationen nachzuholen.
Falls Ihre ausländische Ausbildung gegenüber der schweizerischen Ausbildung Unterschiede aufweist, erhalten Sie einen Teilentscheid mit der Auflistung der für die Anerkennung notwendigen Ausgleichsmassnahmen.

Das weitere Vorgehen Schritt für Schritt
Sie teilen uns die gewählten Ausgleichsmassnahmen mit (Formular liegt dem Teilentscheid bei).
Wir stellen Ihnen die notwendigen Informationen wie Adressen für Zusatzausbildungen, Informationen zu Eignungsprüfungen und Qualifikationsbögen für Anpassungslehrgänge zu.

Zusatzausbildungen und Eignungsprüfungen werden von externen Institutionen angeboten. Die Kosten für diese Ausgleichmassnahmen werden Ihnen von den Anbietern direkt in Rechnung gestellt.

Sie haben nun Zeit, bis zum Ablauf der zweijährigen Frist, die geforderten Ausgleichsmassnahmen zu absolvieren. Nach dem Abschluss der Ausgleichsmassnahmen stellen Sie uns die entsprechenden Nachweise zu (Zertifikat der Zusatzausbildung, Qualifikationsbogen des Anpassungslehrganges, etc.). Eine Anfrage für eine Fristverlängerung ist möglich und muss schriftlich erfolgen.
Wir bestätigen Ihnen, ob die Ausgleichsmassnahmen erfüllt sind oder verlangen fehlende Nachweise nach. Wenn die Ausgleichsmassnahmen nicht erfüllt wurden, haben Sie in der Regel die Möglichkeit, diese zu wiederholen.

Sie haben die verlangten Ausgleichsmassnahmen erfolgreich erfüllt, Ihr Berufsabschluss wird in der Schweiz anerkannt.
Wir stellen Ihnen die zweite Teilrechnung für die Anerkennungsgebühr von CHF 330.- resp. CHF 400.- zu. Beachten Sie dass je nach Berufsabschluss, zusätzlich die Registrierungsgebühr von CHF 130.- für das Nationale Register der Gesundheitsberufe NAREG anfällt. Weitere Informationen zum NAREG finden Sie unter www.gdk-cds.ch.

Ist die Zahlung der zweiten Teilrechnung in der Datenbank verbucht, wird Ihnen der Anerkennungsausweis, resp. die Anerkennungsverfügung zugestellt. Ihr Ausbildungsabschluss ist nun in der Schweiz anerkannt und registriert.

Damit Sie Ihren Beruf in der Schweiz ausüben können, müssen Sie über Kenntnisse in deutsch, französisch oder italienisch verfügen. Erkundigen Sie sich frühzeitig, ob Ihre Sprachkenntnisse ausreichend sind.

Das SRK vergleicht im Rahmen des Anerkennungsverfahrens einen ausländischen Abschluss mit einem entsprechenden schweizerischen Abschluss nur dann, wenn die Inhaberin oder der Inhaber des ausländischen Abschlusses Sprachkenntnisse auf Niveau B2 in einer Amtssprache des Bundes (Deutsch, Französisch oder Italienisch) nachweist, die für die Berufsausübung in der Schweiz erforderlich sind.

Wir beurteilen Ihre Sprachkenntnisse als genügend, wenn

Sie Ihre Berufsausbildung in einer dieser drei Sprachen absolviert haben, oder wenn Sie über einen Prüfungsabschluss in der betreffenden Sprache auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) verfügen.

Sie können übrigens den Prüfungsabschluss auch im Ausland an einer anerkannten Sprachschule erwerben.

Sie sind Bürgerin/Bürger eines EU-/EFTA-Staates:
Personen, deren Berufsqualifikation gestützt auf die Richtlinie 2005/36/EG anerkannt wird, müssen nach Art. 53 der Richtlinie über genügend Sprachkenntnisse verfügen, die für die Ausübung ihrer Berufstätigkeit im Aufnahmemitgliedstaat erforderlich sind.

Bürgerinnen und Bürger aus einem EU/EFTA-Mitgliedstaat können den Nachweis über die Sprachkenntnisse im Verlauf des Anerkennungsverfahrens erbringen. Ohne entsprechenden Nachweis ist eine Anerkennung der Berufsqualifikation nicht möglich.

Sie sind Bürgerin/Bürger eines Drittstaates:
Personen, deren Berufsqualifikation gestützt auf das Bundesgesetz über die Berufsbildung (BBG; SR 412.10) und die Verordnung über die Berufsbildung (BBV; SR 412.101) oder das Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFG; SR 414.20) und die Verordnung zum Hochschulföderungs- und -koordinationsgesetz (V-HFKG; SR 414.201) anerkannt wird, müssen für ein Anerkennungsgesuch genügend Sprachkenntnisse in einer Amtssprache des Bundes nachweisen, die für die Berufsausübung in der Schweiz erforderlich sind.

Bürgerinnen und Bürger eines Drittstaates müssen den Sprachnachweis (Niveau B2) noch vor dem eigentlichen Anerkennungsverfahren, auf Stufe Vorprüfung, erbringen. Ohne entsprechenden Nachweis kann im Anschluss an die Vorprüfung kein Anerkennungsgesuch gestellt werden.

Die Anerkennung von Berufsabschlüssen ist ein komplexes Verfahren, weil für jeden Beruf und jedes Herkunftsland andere Bestimmungen gelten. Wir beantworten hier die am häufigsten gestellten Fragen.

1. Wie ist der Fachbereich Anerkennung erreichbar?
Telefonische Auskünfte werden von Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr unter der Telefonnummer +41 58 400 44 84 erteilt. Es gelten die regulären Festnetz- und Mobilnetztarife.

E-Mail: registry@redcross.ch

Unterlagen werden nur schriftlich entgegen genommen.

Bitte beachten Sie: Persönliche Beratungen sind nicht vorgesehen und nur nach vorgängiger telefonischer Terminabsprache möglich.

2. Ist die Anerkennung meines ausländischen Diploms obligatorisch?
Eine Anerkennung für die Ausübung eines reglementierten Berufes ist in der Regel notwendig. Sie dient der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen und somit dem Schutz der Bevölkerung. Die Anerkennung wird in der Regel von Arbeitgeberseite, den kantonalen Aufsichtsbehörden und Weiterbildungsinstitutionen verlangt.

3. Wie lange sind der Anerkennungsausweis oder die Anerkennungsverfügung gültig?
Der Anerkennungsausweis oder die Anerkennungsverfügung bleiben ein Berufsleben lang gültig und müssen nicht regelmässig erneuert werden. Der Ausweis oder die Verfügung können jedoch bei unrechtmässigem Erwerb entzogen werden.

4. Welche Kosten entstehen?
Die Anerkennung ausländischer Ausbildungsabschlüsse wird im Auftrag des Bundes kostendeckend und ohne Profit durchgeführt. Die Kosten setzen sich folgendermassen zusammen:

Administrative Bearbeitung der Anerkennungsgesuche
Expertentätigkeit (Analyse, Recherche und Bewertung im Einzeldossierverfahren)
Führen des Berufsregisters
Infrastruktur
Aufnahme ins Gesundheitsberuferegister NAREG
Je nach Aufwand im administrativen und inhaltlichen Bereich kostet die Anerkennung bis maximal CHF 1‘000.- *. Zusätzlich zur Anerkennungsgebühr wird eine Registrierungsgebühr für das Gesundheitsberuferegister NAREG erhoben (davon ausgeschlossen sind Anerkennungen von Ausbildungen auf Sekundarstufe II). Bitte beachten Sie, dass Sie je nach Anerkennungsverfahren, eine Rechnung oder zwei Teilrechnungen erhalten werden.

Es gibt drei verschiedene Anerkennungsverfahren:

Vereinfachtes EU-harmonisiertes Verfahren (nur für ausländische Ausbildungen in Pflege und Geburtshilfe und entsprechend EU-Richtlinie 2005/36/EG; Anhang 5.2.2 und/oder 5.5.2!) – 1 Rechnung
Ordentliches Verfahren ohne Ausgleichsmassnahmen – 2 Teilrechnungen
Ordentliches Verfahren mit Ausgleichsmassnahmen – 2 Teilrechnungen.
Die detaillierten Kostenangaben pro Beruf finden Sie auf unserer Internetseite, abrufbar unter dem entsprechenden Beruf.

* Falls für die Anerkennung eine Zusatzausbildung oder eine Eignungsprüfung absolviert werden muss, entstehen Mehrkosten. Diese Kosten werden von den Anbietern der Ausgleichsmassnahmen den gesuchstellenden Personen direkt in Rechnung gestellt.

5. Bekomme ich meine Gebühren bei Rückzug des Gesuchs rückerstattet?
Bei Rückzug des Gesuchs oder bei einer Abweisung des Gesuchs (Negativ-Entscheid) besteht kein Anspruch auf volle Rückerstattung der Gebühren. Ein Antrag wird jeweils gemäss dem bereits entstandenen Aufwand geprüft. Rechtsgrundlage: Gebührenverordnung des SBFI.

6. Wie lange dauert das Anerkennungsverfahren?
Sobald ein Anerkennungsgesuch administrativ komplett vorliegt, beträgt die Frist zum Ausstellen eines Teilentscheides oder eines Anerkennungsentscheides etwa drei Monate. Falls ein Teilentscheid mit der Anordnung von Ausgleichsmassnahmen erstellt wird, muss für die Erfüllung dieser Ausgleichsmassnahmen zusätzliche Zeit einberechnet werden.

7. Wann ist ein Dossier komplett?
Alle notwendigen Dokumente sind in Form von amtlich beglaubigten Kopien oder als Kopien vorhanden (siehe Liste auf Seite 4 des Gesuchsformulars). Die Gebühren sind auf Ihren Namen in der Datenbank verbucht.

8. Was ist eine amtlich beglaubigte Kopie?
Um trotzdem eine Garantie über die Echtheit der Dokumente zu erhalten, verlangen wir von den wichtigsten Dokumenten amtlich beglaubigte Kopien.

Bei einer amtlich beglaubigten Kopie handelt es sich um eine Kopie des Original-Dokuments, auf welcher eine autorisierte Amtsperson mit Stempel und Unterschrift bestätigt, dass diese Kopie mit dem Original übereinstimmt. Amtliche Beglaubigungen können in der Schweiz sowie im Ausland bei einem Notar oder zum Teil auf der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung vorgenommen werden. Beachten Sie, dass Sie uns die Kopie mit der Originalbeglaubigung zustellen.
Übersetzungen müssen von einem vereidigten Übersetzer vorgenommen, jedoch nicht amtlich beglaubigt werden.

9. Haftung
Achten Sie darauf, dass Sie keine Originaldokumente einsenden. Das SRK übernimmt keine Haftung für verloren gegangene oder beschädigte Originaldokumente.

10. Was ist ein Registrierungsnachweis?
Registrierungsnachweis nennt man den Auszug über den Eintrag in ein Berufsregister oder bei einer staatlichen Anerkennungsstelle. Falls die Berufsausübungsbewilligung im Herkunftsstaat nur auf Grund eines Registereintrags erteilt wird, muss dieser Nachweis auch für die Anerkennung in der Schweiz vorgelegt werden. Staaten, die beispielsweise über ein solches System verfügen, sind die Niederlande, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Grossbritannien, die Philippinen, Indien, Australien, Kanada, die USA, Südafrika, Neuseeland, Pakistan, Thailand, Libanon, Japan und weitere.

11. Was sind Ausgleichsmassnahmen?
Wenn eine Anerkennung möglich ist, der ausländische Bildungsgang aber gegenüber dem schweizerischen wesentlich abweicht, werden in einem Teilentscheid Ausgleichsmassnahmen aufgelistet.

Diese bestehen je nach Beurteilung aus:

einem Anpassungslehrgang
einem Anpassungslehrgang kombiniert mit Zusatzausbildung
einer Eignungsprüfung
Was ist ein Anpassungslehrgang?
Während des Anpassungslehrganges arbeiten Sie in der Funktion des in dem Teilentscheid definierten Berufes. Der Anpassungslehrgang wird anhand von definierten Kriterien evaluiert. Möglicherweise kann er an der aktuellen Arbeitsstelle in der Schweiz absolviert werden.

Was ist eine Zusatzausbildung?
Die Zusatzausbildung findet als theoretischer Unterricht statt. Sie soll festgestellte Lücken oder eine mangelnde Vertiefung in theoretischen Inhalten ausgleichen.

Was ist eine Eignungsprüfung?
Die Eignungsprüfung findet in allen Berufen in drei Bereichen statt:
– eine theoretische, schriftliche Prüfung (schriftliche Arbeit)
– eine mündliche Prüfung (Fachgespräch)
– eine praktische Prüfung

Beachten Sie:
Mit dem Absolvieren der Ausgleichsmassnahmen kann erst begonnen werden, wenn im Rahmen des Anerkennungsverfahrens die Ausbildungslücken festgestellt und der Umfang der Ausgleichsmassnahmen der gesuchstellenden Person in Form eines Teilentscheides mitgeteilt worden ist.

12. Ist das SRK beim Suchen einer Arbeitsstelle oder eines Praktikumsplatzes für den Anpassungslehrgang behilflich?
Das SRK ist nicht zuständig für die Vermittlung von Arbeitsstellen. Grundsätzlich können Sie sich direkt um einen Arbeitsplatz Ihrer Wahl in der Schweiz bewerben. Oder Sie kontaktieren ein Stellenvermittlungsbüro.

13. Hinweis für EU-/EFTA-Bürger/-innen
Die EU-Richtlinie zur Anerkennung von Berufsqualifikationen ist am 01.11.2013 definitiv in Kraft getreten.
Alle EU-/EFTA-Bürger/-innen der EU-/EFTA-Staaten können direkt aus ihrem Heimatland ein Anerkennungsgesuch bei uns einreichen. Für sie wird kein Wohnsitznachweis in der Schweiz verlangt.

Achtung: Allfällige Ausgleichsmassnahmen wie der Anpassungslehrgang, allenfalls kombiniert mit einer Zusatzausbildung, oder die Eignungsprüfung können jedoch nur in der Schweiz absolviert werden.

14. Was ist eine Kontrollnummer?
Die Kontrollnummer (K-Nummer) ist eine auf eine Person ausgestellte Nummer, die mit mindestens einer Arbeitgeberin/einem Arbeitgeber verknüpft ist und das Anstellungsverhältnis bestätigt. Die K-Nummer ist nicht der ZSR-Nummer gleichgestellt. Gesuchstellende, welche im Rahmen des Anerkennungsverfahrens beim SRK Ausgleichsmassnahmen absolvieren müssen, können bei der SASIS AG mit der Vorprüfung des SRK für ein Jahr eine provisorische KNummer beantragen. Nähere Informationen finden Sie unter www.sasis.ch / Tel. DE +41 32 625 42 43 / Tel. FR/IT +41 32 625 42 44 / Email zsr@sasis.ch.

15. Was ist eine Zahlstellenregisternummer?
Die Zahlstellenregisternummer (ZSR) wird u. a. für die Eröffnung einer eigenen Praxis benötigt. Die Rechnungsstellung für Leistungen von Angestellten erfolgt über die ZSR-Nummer der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers. Die Grundvoraussetzung für die Erteilung einer ZSR-Nummer ist eine Anerkennung beim Schweizerischen Roten Kreuz. Das Gesuch für den Erhalt dieser Nummer muss, zusammen mit den notwendigen Dokumenten, bei der SASIS AG eingereicht werden. Nähere Informationen finden Sie unter www.sasis.ch / Tel. DE +41 32 625 42 43 / Tel. FR/IT +41 32 625 42 44 / Email zsr@sasis.ch.

16. Was ist eine Global Location Number?
Die Global Location Number (GLN), frühere Bezeichnung EAN-Code: Die GLN ermöglicht die einzigartige und eindeutige Kennzeichnung der Adressen von natürlichen und juristischen Personen (z. B. Firma, Verein). Sie wird u. a. für die Eröffnung einer eigenen Praxis benötigt. Die GLN kann, sofern die Person Mitglied ist, direkt bei der Geschäftsstelle des jeweiligen Berufsverbandes bezogen werden. Nichtmitglieder müssen die GLN bei Medwin beantragen: info@medwin.ch / Tel. +41 58 851 28 00.

Letter of Current Professional Status / Certificate of Good Standing
Voraussetzung, damit ein Gesuch um Anerkennung eines ausländischen Ausbildungsabschlusses gestellt werden kann, ist, dass die Inhaberin / der Inhaber des Ausbildungsabschlusses berechtigt ist, den Beruf auszuüben und dass diese Erlaubnis zur Berufsausübung nicht vorübergehend oder endgültig untersagt worden ist.

Diese Voraussetzungen dienen der Sicherung der Qualität der Dienstleistungen in Gesundheitsberufen und der Patienten-, respektive der Klientensicherheit.
Per 01.03.2017 hat der Fachbereich Anerkennung des SRK daher seine Praxis der im EU/EFTARaum gängigen Praxis bei der Anerkennung von ausländischen Ausbildungsabschlüssen angepasst.

Für ein Gesuch um Anerkennung wird deshalb zusätzlich ein Letter of Current Professional Status / Certificate of Good Standing verlangt. Der Letter of Current Professional Status oder das Certificate of Good Standing werden aus den oben erwähnten Gründen sowie aus Gründen der Gleichbehandlung ebenfalls von Inhaberinnen und Inhabern von Ausbildungsabschlüssen aus Drittstaaten verlangt.

Weitere wichtige Informationen:

  • Für den ersten Schritt zum Anerkennungsverfahren, die kostenlose Vorprüfung, genügen auch der Letter of Current Professional Status oder das Certificate of Good Standing, welche älter als drei Monate sind. Für das offizielle Anerkennungsgesuch dürfen jedoch der verlangte Letter of Current Professional Status oder das Certificate of Good Standing nicht älter als drei Monate sein.
  • Der Letter of Current Professional Status oder das Certificate of Good Standing werden aus
    demjenigen Land verlangt, in dem Sie zuletzt den Beruf ausgeübt haben.
  • Falls Sie den Beruf bereits seit längerer Zeit ohne Anerkennung in der Schweiz ausüben,
    benötigen wir die entsprechenden Arbeitszeugnisse und einen Nachweis darüber, dass Sie mit Ihrem Ausbildungsabschluss berechtigt gewesen wären, den Beruf in Ihrem Ausbildungsland auszuüben. Diese Bescheinigung muss von der zuständigen Behörde des Ausbildunglandes ausgestellt werden.
  • Wenn in Ihrem Ausbildungsland kein Register Ihres Berufs existiert, muss dies von der
    zuständigen Behörde des Ausbildungslandes bescheinigt werden. In diesem Fall verlangen wir zusätzlich zu der Bescheinigung über die Nichtregistrierung einen aktuellen Strafregisterauszug (nicht älter als drei Monate).
  • Falls Sie in Ihrem Ausbildungsland aus verschiedenen Gründen nicht registriert wurden, z.B. weil Sie das Land verlassen haben oder nie in Ihrem Beruf gearbeitet haben, benötigen wir ebenfalls einen Nachweis darüber, dass Sie mit Ihrem Ausbildungsabschluss berechtigt gewesen wären, den Beruf in Ihrem Ausbildungsland auszuüben. Diese Bescheinigung muss von der zuständigen Behörde Ihres Ausbildungslandes ausgestellt werden.
  • Die zuständigen Behörden in EU/EFTA-Mitgliedstaaten können entsprechend dem Beruf unter folgendem Link gefunden werden: http://ec.europa.eu/growth/tools-databases/regprof/. Oder Sie wenden sich an die EU-Kontaktstelle Ihres Ausbildungsland. Diese finden Sie ebenfalls im Internet unter http://ec.europa.eu/growth/single-market/services/free-movement-professionals/#contacts