Was tun Headhunter eigentlich?

Es gibt Headhunter/Personalberater jeder Größe, Branche, lokal und global, und es wäre schwierig, hier eine generelle Vorstellung und Einführung zu geben. Wir, die Eumedica sind eine europaweit agierende Personalberatung mit Büro in der Schweiz und UK. Unser Geschäft ist das Suchen und Vermitteln von Fachpersonal für die Pflege und Ärzte in allen Funktionsstufen. Unsere Kunden sind öffentliche Spitäler, Privatkliniken, Rehakliniken und andere Pflegeeinrichtungen.

Wie findet man die geeigneten Kandidaten? Als Headhunter geht man sehr methodisch und prozessorientiert vor. Wir setzen Projektteams ein – diese bestehen zumeist aus einem Berater, der die Kundenbeziehung hat, einem Sourcing Manager und dem administrativen Support – in denen jeder seine speziellen Aufgaben hat.

Die Administration erstellt die Berichte für den Kunden, der Sourcing Manager ist für die Suchstrategie, die Erstellung einer Zielfirmenliste und die Identifikation der Kandidaten anhand mehrerer Tools – von der Datenbank über LinkedIn bis hin zum Durchsehen von spezifischen Artikeln und Konferenzen – zuständig.

Die identifizierten Profile werden dann vom Berater telefonisch und/oder über E-Mail angesprochen, um zu klären, wer offen für Veränderungen ist. Ziel ist es stets, für den Kunden die besten Kandidaten zu finden, daher werden auch potenzielle Kandidaten angesprochen, die nicht aktiv eine Veränderung suchen. Der Berater führt die Interviews mit den Kandidaten und nach ca. drei bis vier Wochen erhält der Kunde erste Profile. Nach Sichtung der Profile entscheidet der Kunde gemeinsam mit dem Berater, welcher der Kandidaten am besten passt.

Das alles hört sich sehr geradlinig an, ist es aber bei Weitem nicht. Das Schwierige, aber auch Spannende an unserem Beruf ist, dass unser „Produkt“ der Mensch ist – der Kunde, der Kandidat, die Familie des Kandidaten – alle spielen eine Rolle. So haben wir täglich mit Veränderungen und neuen Situationen zu tun.

Ein Kandidat, der heute interessiert ist, sagt morgen ab, es gibt Emotionen, sprachliche Missverständnisse, kulturelle Unterschiede, und und und … und wir sind mittendrin, wie der Dirigent eines Orchesters. Unsere Aufgabe ist es, diesen Prozess zu führen und zu steuern, sodass das Endergebnis für den Kunden eine nachhaltige Besetzung mit dem besten Kandidaten ist. Aber auch, dass es für den Kandidaten ein guter nächster Schritt in seiner Karriere ist.

Der ganze Prozess ist ein Puzzle, das viel Arbeit, Wissen, Neugierde und vor allem viel Einsatz erfordert. In der Regel arbeitet man gleichzeitig an mehreren Projekten und ist mit einer Vielzahl von Menschen, ob Kunde, ob Kandidat, ob Job Seeker, ob Source, ständig am Telefon, per E-Mail, in Meetings, etc. in Kommunikation. Nur wenn man ganz nahe an seinen Kunden und Kandidaten ist, weiß man, wo man im Rekrutierungsprozess steht.